Stöckchenverletzung bei Tinka

Stöckchen- oder Pfählungsverletzungen sind ein regelmäßiger Vorstellungsgrund im tierärztlichen Notdienst. Häufig werden sie durch achtloses Spielen mit herumliegenden Stöcken hervorgerufen.

Die uns vorgestellt junge Weimaraner-Hündin Tinka hat jedoch alles getoppt, was wir in dieser Hinsicht bisher gesehen haben. Vorgestellt wurde sie uns im Rahmen des Notdienstes. In Seitenlage und mit hochgradigem Schockgeschehen wurde sie eingeliefert. Ihr Besitzer berichtete, dass sei bei eisiger Kälte und auf glattem Untergrund ausgerutscht war und sich dabei einen Ast in den Körper gerammt hatte. Sie wurde im wahrsten Sinne des Wortes aufgespießt.

Unser Notfall-Team stand sofort bereit, um Tinka zu stabilisieren und das Ausmaß der Verletzungen zu erheben. Mit Hilfe einer CT-Untersuchung stellte sich heraus, dass der Ast vom Hals durch den kompletten Brustkorb führte und dabei nur knapp Speiseröhre, Herz und Aorta verfehlte. Sie hatte großes Glück, denn nur ein paar Millimeter weiter und sie wäre sofort tot gewesen. Tinka wurde umgehend notoperiert. Schon am nächsten Tag ging es ihr deutlich besser. Nach ein paar weiteren Tagen durfte sie wieder nach Hause. Mittlerweile sind ein paar Wochen vergangen. Man kann sagen, dass sie vollständig über den Berg ist und keine bleibenden Schäden zu erwarten sind.

Wir freuen uns sehr, dass wir bei diesem sehr besonderen Fall helfen und Tinka Leben retten konnten.

Bleiben Sie gesund – bleiben Sie negativ!

Ihr Team der Tierklinik Posthausen.

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