Kardiologie

Die Kardiologie ist ein wichtiger Fachbereich der Internistik. Deshalb bietet unsere kardiologische Abteilung umfangreiche Untersuchungen des Herz-Kreislaufsystems an. Die Früherkennung von Herzerkrankungen stellt hierbei einen wichtigen Aspekt dar. Des Weiteren ist die regelmäßige Therapiekontrolle eine äußerst wichtige Maßnahme, um die Lebenserwartung und Lebensqualität Ihres Tieres zu wahren. Zu unseren Leistungen zählen:

  • Elektrokardiographie (EKG) 
  • Blutdruckmessung 
  • Herzultraschalluntersuchung inklusive Dopplerechokardiographie 
  • Herz-Thoraxröntgen 
  • Blutuntersuchungen 
  • Herz-Thoraxchirurgie (z.B. Pericardektomie und Rechtsaorta)
  • 24h EKG (für weitere Informationen klicken Sie bitte hier)

Hunde

Herzerkrankungen bei Hund und Katze sind keine Seltenheit. Neben den angeborenen Herzerkrankungen kennen wir verschiedene erworbene degenerative Krankheiten des Herzens. So hat z.B. jeder 10. Hund ein Herzproblem. Bei älteren Patienten über 7 Jahren ist im Durchschnitt jeder 4. betroffen. Kleinere Hunde (unter 20kg) erkranken häufig an veränderten Herzklappen. Diese Klappen schließen dann unvollständig und bei jedem Herzstoß fließt ein Teil des Blutes in die falsche Richtung. Bei größeren Hunden (über 20kg) läßt oft die Muskelkraft des Herzens nach. Die Folgen sind für den Körper vergleichbar: die Herzleistung läßt nach. Dadurch werden Muskeln und Organe schlechter durchblutet und mit weniger Sauerstoff versorgt. Dies macht sich vor allem bei körperlicher Anstrengung bemerkbar. Die Tiere sind nicht mehr so belastbar wie früher, schläft mehr und wirkt müder. Manchmal ist auch ein trockener Husten zu hören oder der Hund kommt schneller aus der Puste und hechelt schneller als früher. Das kranke Herz muß aber immer mehr arbeiten. Die permanente Überlastung führt zu zunehmenden Schäden am Herzen.

Katzen

Bei Katzen findet man als häufigste Herzerkrankung eine bei bestimmten Rassen nachgewiesenermaßen angeborene Herzmuskelerkrankung, die sogenannte Hypertrophe Kardiomyopathie (HCM). Dabei kommt es durch übermäßige Dickenzunahme des Herzmuskels zur Verringerung des Kammervolumens . Dies kann zu fatalen Erscheinungen (Turbulenzen, SAM) beim Blutausstoß in die Aorta führen. Die betroffenen Patienten sind ebenfalls zunehmend müde, zeigen mitunter Maulatmung oder kollabieren nach Anstrengung.

Eine gründliche Herzuntersuchung mit nachfolgend exakt gestellter Diagnose kann diesen Tieren oft mit einfachen Mitteln wirksam helfen. Zu dieser Untersuchung gehört ein gründliches Abhören (Auskultation). Darüber hinaus aber hilft meistens ein EKG, um Rhythmusstörungen zu erkennen, eine Röntgenuntersuchung um die Silhouette des Herzens im Brustkorb (Formveränderungen) und die Lunge (z.B. Lungenödem) beurteilen zu können. Um das Herz in seiner Aktion zu sehen und Herzmuskel, Klappen, Aorta, Lungenarterien und den Blutfluß vermessen und beurteilen zu können, benötigt man jedoch eine Ultraschalluntersuchung.

FAQ - Häufig gestellte Fragen

Ist mein Hund Herzkrank?
Neues zur dilatativen Kardiomyopathie

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