Bob hat Lungenwürmer

Vorgestellt wurde uns "Bob", ein vierjähriger Mopsrüde, der seit längerem unter Leistungsschwäche litt. Am Tag der Vorstellung war er nach dem Treppensteigen schon außer Atem, dass er fast kollabiert wäre und sich erst nach längerer Zeit erholte.

Abb. 1: Das ist Bob

Bei der Untersuchung stellte sich der Patient munter dar, jedoch wies "Bob" ein angestrengte Atmung auf. Sehr häufig leiden Möpse und andere kurznasige Rassen unter dem sog. Brachycephalensyndrom, bei dem es aufgrund züchterischer Einflüsse zu einer Verengung der Atemwege kommt, die wiederum zu chronischen Atembeschwerden führen. In unserem Fall war das jedoch nicht das Problem. In der Röntgenaufnahme des Brustkorbes zeigte sich eine Masse in der Lunge.

 
Abb.2: Thoraxröntgen des Patienten. Der markierte Bereich zeigt die Masse in der Lunge

Gemeinsam mit der Besitzerin entschieden wir uns zu einer computertomographischen Untersuchung und Probenentnahme des veränderten Lungenflügels.
Die Computertomographie lieferte uns dabei konkrete Informationen hinsichtlich Größe und Position der Umfangsvermehrung, so dass wir schließlich zielgerichtet Proben für weitere Untersuchungen entnehmen konnten.

Abb. 3: CT-Befund des Patienten. Man kann eindrucksvoll die Masse erkennen, die den Brustkorb verengt.

Gewöhnlich sind solche Untersuchungen ungefährlich, jedoch sollte der Tierarzt erfahren sein, um bei der Probenentnahme nicht versehentlich umliegende Organe zu beschädigen. Die gewonnenen Proben wurde in ein Speziallabor zur Auswertung geschickt. Überraschenderweise lautete der Befund „Lungenwurmbefall“. Dabei handelt es sich um Parasiten, die sich in den Atemwegen einnisten und zu den beschriebenen Problemen führen können. Unbehandelt können sie sogar zum Tod führen. Während Lungenwürmer bei unseren Haustieren früher überwiegend in anderen klimatischen Regionen vorkamen, treten sie mittlerweile immer häufiger auch in Deutschland auf. Dies veranschaulicht einmal mehr, wie wichtig es ist, unsere Hunde und Katzen regelmäßig zu entwurmen. Damit schützen wir nicht nur unsere vierbeinigen Familienmitglieder sondern auch uns vor übertragbaren Erkrankungen. In „Bob`s“ Fall waren  besonders die Intensität des Befalls als auch der röntgenologische Lungenbefund interessant. Denn dieser hätte bei falscher Vorgehensweise leicht zu der Fehldiagnose Lungentumor und damit zu einer falschen Therapie bis hin zur Euthanasie des Patienten führen können.

„Bob“ wurde von uns mit einer einfachen aber zielgerichteten Kombination aus Tabletten und Injektionen behandelt, die insgesamt fast drei Monate dauerte aber zu seiner vollständigen Genesung führte. Nun können er und sein Frauchen wieder lange Spaziergänge machen.


Abb. 4: Röntgenbild nach 8 Wochen. Die Masse ist fast vollständig verschwunden.!!!

Das Klinik-Team schätzt sich glücklich, geholfen zu haben. Wir freuen uns immer, wenn uns „Bob“ besuchen kommt, aber Hauptsache ist er bleibt gesund.

 

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